Rotkohl – seine kräftige, tiefrote Farbe macht ihn zu einem Highlight auf dem Teller. Verantwortlich dafür sind Anthocyane, natürliche Farbstoffe, die nicht nur für das leuchtende Rot, sondern auch für Blau- und Violetttöne in der Pflanzenwelt sorgen. Doch Rotkohl ist ein wahres Chamäleon: Seine Farbe verändert sich je nach Zubereitung. In einer sauren Umgebung – etwa durch Essig oder Zitronensaft – bleibt er leuchtend rot. Gibt man hingegen basische Zutaten wie Natron hinzu, wechselt er ins Bläuliche. Dieses Farbspiel macht Rotkohl nicht nur gesund, sondern auch spannend in der Küche. Schon im Mittelalter nutzte man ihn nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als natürlichen Farbstoff. Ob als klassische Beilage, im Salat oder fermentiert – seine leuchtende Farbe bringt nicht nur optisch Abwechslung auf den Teller, sondern erinnert uns daran, wie lebendig natürliche Farben sein können.
Rot ist nicht gleich Rot – das weiss jedes Gemüse, das etwas auf sich hält. Da wäre der Rotkohl, tief und majestätisch, mit einem Geschmack, der zwischen erdig und edel schwankt. Die knallige Rande (oder Rote Beete, für die Nordlichter) hingegen schreit förmlich „Gesundheit!“ und schmeckt süsslich-herb – ein Gemüse mit Charakter. Tomaten? Die frechen Sommerfrüchtchen des Gemüse-Rots, fruchtig, frisch und immer für eine Überraschung gut. Paprika schliesslich bringt mit ihrem leuchtenden Rot Würze und Süsse in die Runde. So viel Rot, so viele Persönlichkeiten! Viel Spass beim durchstöbern. >> hier gehts zu den anderen Farben.